Bundesliga Ost
| 1. | SV W.Burghausen |
| 2. | 1. Luckenwalder SC |
| 3. | KG Frankfurt-Eis. |
| 4. | SV John. Nürnberg |
| 5. | SV Hallbergmoos |
| 6. | AC Lichtenfels |
| 7. | ASV Hof |
| 8. | SV Luftfahrt Berlin |
| 9. | RV Thalheim |
| 10. | AV Markneukirchen |
Letzte Aktivitäten |
Roland , 53 verabschiedet sich und loggt sich aus. (17:15) |
Roland , 53 hat sich eingeloggt. (17:14) |
Hawaii501 , 22 hat sich eingeloggt. (11:39) |
koryun , 45 hat sich eingeloggt. (08:19) |
DR.SAWADE , 66 hat sich eingeloggt. (15:00) |
Sugar , 35 hat sich eingeloggt. (09:57) |
Sugar , 35 hat sich neu registriert. (09:56) |
xoxer , 48 verabschiedet sich und loggt sich aus. (09:18) |
xoxer , 48 hat sich eingeloggt. (09:06) |
Papa B. +
, 48 verabschiedet sich und loggt sich aus. (18:59) |
Ein brillantes Ringer-Feuerwerk
Ahmed Mehmedov (rotes Trikot) zermürbt den Lichtenfelser Ringer-Helden Steffen Hartan. Weitere Fotos unter www.frankenpost.de Fotos: Hermann Kauper
Von Peter Langer
Der ASV Hof fällt von einem Extrem ins andere. Nach drei Heimkämpfen, die bis zum Schlussgong Spitz auf Knopf standen, gab es ausgerechnet gegen den oberfränkischen Erzrivalen aus Lichtenfels schon zur Pause die ersten Glückwünsche. So dominant waren die ASVler vor rund 1000 Besuchern in der Oberkotzauer Saaletal-Halle. Am Ende stand nach einem brillanten Ringerfeuerwerk dann ein 32:2-Sieg, der mit Sicherheit in die Annalen des Hofer Ringervereins Eingang finden sollte.
Ein "ehrliches" Ergebnis
Ein "ehrliches" Rekordergebnis. Die Lichtenfelser folgten nämlich nicht der in Ringerkreisen üblichen Verfahrensweise, zu aussichtslos erscheinenden Kämpfen eine "bessere Reserve" zu schicken. Lichtenfels bot auf, was es hatte, und ging sogar das Risiko ein, den seit dem zweiten Saisonkampf verletzten Staffel-Star Steffen Hartan in Hof zu reaktivieren.
Dem ASV spielte natürlich in die Karten, dass der Nachbar aus Westoberfranken die 66-kg-Klasse im griechisch-römischen Stil nicht besetzt hatte. Spinnler hatte beim Lichtenfelser Sensationssieg in Markneukirchen einen Schlag ins Gesicht bekommen und die Kieferverletzung im wahrsten Sinne des Wortes noch nicht verdaut.
Daran lag's freilich nicht, dass der Gast derart zersaust die Heimreise antreten musste. Der ASV rang sich regelrecht in einen Rausch. Matthias Hader begann stark, hatte gegen den gerade mal 15 Jahre alten deutschen Schüler-Vizemeister Hannes Wagner wohl erstmals in seiner Bundesliga-Karriere klare Erfahrungsvorteile. So steckte er auch das 0:5 in der dritten Runde weg und machte mit einem Kraftakt in Runde 4 den Auftaktsieg perfekt. Bemerkenswert die Auftritte der zu Saisonbeginn oft gescholtenen Bulgaren Radoslav Palchev und Ahmed Mehmedov, die ihr Leistungspotenzial nach strapaziösen Sonderschichten mit dem Trainer-Vater Horst Zeh endlich vollends abrufen. Vor allem Mehmedov zeigte sich in prächtiger Form und zermürbte mit blitzschnellen Beinangriffen Stefan Hartan, der sich in der zweiten Runde noch einmal wehrte, dann aber resignierte. Wahrscheinlich waren auch wieder Schmerzen im Knie aufgetreten.
Sascha Büchner steigert sich von Kampf zu Kampf. Aus dem vorher oft verzagt auftretenden Goldbacher ist ein absoluter Siegringer geworden, der nicht nur reagiert, sondern mit wohl- durchdachten Angriffen punktet. Der mindestens gleichstarke Simon Pilzweger scheiterte nach seinem Anschlusspunkt zum zwischenzeitlichen 2:1 an Büchners Cleverness und Disziplin. Der 23-Jährige freute sich nach seinem hochverdienten Sieg wie ein Schneekönig. Pause. Die Zuschauer rieben sich beim Blick auf die Anzeigentafel verwundert die Augen. 13:2 stand's für Hof. Während sich die ASVler schon gratulierten, saßen die Gäste-Ringer zerknirscht am Mattenrand.
Es spricht für die Ringer beider Staffeln, dass sie trotz den hohen Hofer Vorsprungs nicht nachließen und in jedem der vier ausstehenden Kämpfe noch gutes Ringen anboten. Eine Frage der Ehre eben. Den Anfang machte der Hofer Lokalheld Ramsin Azizsir, dem der Wechsel ins Leistungszentrum nach Frankfurt an der Oder gut getan hat und der den körperlich unterlegenen und oft zu hektisch attackierenden Tobias Schütz professionell auf Distanz hielt.
Marcus Plodek "spielte" dann fast mit seinem einen Kopf größeren Kontrahenten Christoph Meixner, zeigte ungewöhnliche Griffe und bestätigte einmal mehr, dass er sich in Hof ringerisch enorm verbessert hat. Eine Augenweide der Auftritt des gerade mal 20 Jahre alten Ungar Sandor Tözser, der gegen das Lichtenfelser Ringeridol Serghei Siscov ein wahres Feuerwerk an Weltklasse-Griffen abbrannte. Auch der Russe ließ schließlich den Kopf hängen und schlich wie ein geprügelter Hund von der Matte in Oberkotzau.
Noch einmal ein Klassenunterschied wurde im letzten Kampf des Abends deutlich sichtbar. Tomas Sobecky hatte kein Mitleid mit seinem hoffnungslos unterlegenen Gegner Toni Stade, wirbelte ihn nach Belieben über die Matte und ging erst in der letzten Runde ein klein wenig vom Gaspedal.
Minutenlange Ovationen
Minutenlang feierten die ASV-Fans ihre Mannschaft, während sich der vorher stimmgewaltige Gäste-Anhang in Galgenhumor flüchtete. "So deutlich ist ein Derby noch nie entschieden worden", stellte ASV-Trainer Dominik Zeh abschließend fest. Sein Lichtenfelser Trainerkollege erkannte den Kantersieg des Kontrahenten neidlos an. Was blieb ihm auch anderes übrig? "Wir haben nicht die Möglichkeiten wie der ASV und müssen auf unseren Nachwuchs setzen."

...zurück








, 53
, 48