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ASV Hof will richtig Vollgas geben


So kann es gehen: Dominik Zeh (rechts) gibt dem völlig erschöpften Svetoslav Neychev Anweisungen. Auch er lässt sich gern von den Fans zur Höchstform puschen. Foto: Kauper

Von Peter Langer

Dominik Zeh warnt eindringlichst die immer größer werdende ASV-Familie. "Wir sind noch nicht durch", bremst er die große Euphorie nach dem Triumph in Markneukirchen. Zwar spricht fast alles dafür, dass die Hofer Ringer den Sprung in die Play offs geschafft haben. Aber der Chef- trainer hat in seiner langen Karriere als Aktiver "schon die tollsten Dinger erlebt". Deshalb will er am kommenden Samstag (19.30 Uhr) vor eigenem Publikum in der Oberkotzauer Saaletalhalle noch einmal richtig Vollgas geben und mit einem Sieg gegen Wacker Burghausen den Sack zumachen.

Zudem hat die ASV-Staffel mit den Oberbayern noch ein Hühnchen zu rupfen. "Die haben uns in der Hinrunde regelrecht vorgeführt, das hat wichtig weh getan", erinnert Zeh an die deutliche 8:26-Klatsche Mitte Oktober in Burghausen. Der Stilartwechsel in der Rückrunde hat Wacker aber empfindlich geschwächt. Und der ASV platzt vor Selbstvertrauen. "Zuhause sind wir eine Macht", sagt Zeh und macht den ASV-Anhängern ein dickes Kompliment: "Ihr seid Spitze. Kommt jetzt auch am Samstag. Wir brauchen euch."

Der Coach hat längst erkannt, dass einige seiner Ringer Flügel kriegen, wenn sie leidenschaftlich angefeuert werden. Bei Tomas Sobecky fällt der Unterschied besonders auf. "Der ist auf eigener Matte kaum zu schlagen, auswärts zeigt er dagegen immer wieder mentale Schwächen." Sei's drum, der ASV Hof will Burghausen schlagen, um vorzeitig für die Playoffs planen zu können. Gleich nach dem letzten Saisonkampf am 27. Dezember in Hof gegen Frankfurt werden die Viertelfinal-Paarungen ausgelost.

Zeh wird vorsichtig, wenn ihn Fans auf die Play-off-Chancen ansprechen. "Ich habe schon Pferde kotzen sehen." Der nächste Auswärtskampf findet in Lichtenfels statt. Ein Derby. Den AC wurmt sicherlich die Schlappe aus der Vorrunde, der will Rache. Zeh: "Wir dürfen uns nicht zu sicher fühlen." Schon allein deshalb werden gegen Wacker alle Kräfte mobilisiert. Zeh hat sich auch im obersten Vereinsgremium durchgesetzt. "Auch da glaubten einige, dass wir nichts zu befürchten und den Platz schon in der Tasche haben."

Weil es noch nicht soweit ist, verlangt er seinen Schützlingen im Training alles ab. Anfang der Woche wird richtig hart gearbeitet, gegen Ende fährt er die Belastung zurück. "Wir müssen jetzt im Rhythmus bleiben", sagt er und spielt trotz eigener Vorsicht auch die Möglichkeiten in der Play-off-Runde durch. "Wenn wir ein gutes Los erwischen, haben wir eine realistische Chance, das Halbfinale zu erreichen." Er weiß natürlich, dass die andere Gruppe einen Tick stärker besetzt ist. Vor allem Köllerbach scheint übermächtig zu sein. Auch Weingarten, schon einmal Viertelfinal-Konkurrent der ASVler, gilt in Fachkreisen als extrem starke Staffel. Spätestens auf den Plätzen 3, 4 und 5 stehen dann aber mit Mainz, Aalen und Mömbris Vereine, denen der ASV durchaus Paroli bieten kann. Aber noch ist es nicht so weit.

Gegen Burghausen wird der ASV die bestmögliche Staffel auf die Matte schicken. Seine Ringer wollen und werden, davon ist Zeh überzeugt, alles geben. "Die Stimmung in der Mannschaft ist super. Da kämpft einer für den anderen." Möglich ist sogar, dass für die entscheidenden Kämpfe ein weiterer starker Mann aktiviert werden kann. Schon gegen Burghausen? Zeh hält sich bedeckt. "Wir melden das erst, wenn es in trockenen Tüchern ist. Wir wollen nichts versprechen, was wir dann nicht halten können." Zu erkennen ist, dass der ASV alle Hebel in Bewegung setzt. Die Ziele: Fürs Viertelfinale qualifizieren und dann ins Halbfinale vorstoßen.

frankenpost

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